Gemeinsamer Antrag
der SPD-Fraktion, GALIN-Fraktion und Fraktion DIE LINKE
für die Stadtvertretung am 03. Februar 2009
„Schulentwicklungsplanung“
Hiermit beantragen wir, dass die Stadtvertretung wie folgt beschließt:
1.) Die Real- und Hauptschule Friedrichsgabe werden zusammen bis 2010 in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt.
2.) Die Grund- und Hauptschule Friedrichsgabe wird als Schulstandort einer Grundschule erhalten bleiben.
3.) Die Realschule Garstedt und die Hauptschule Falkenberg fusionieren zum Schuljahr 2010 zu einer Regionalschule.
Diese Regionalschule soll zu einer gebundenen Ganztagesschule entwickelt werden.
4.) Der bereits vorliegende Antrag und das Konzept der Realschule Harksheide haben Bestand.
Die Gemeinschaftsschule Harksheide soll zukünftig zu einer gebundenen Ganztagesschule für alle Klassenstufen mit einer Oberstufe entwickelt werden.
Begründung:
Am 11.11.2008 wurde von Seiten der SPD-Fraktion, GALIN-Fraktion und Fraktion DIE LINKE durch Beschlussfassung bekundet, dass die im Mai 2008 gefassten Beschlüsse zur Schulentwicklungsplanung bezüglich der Realschule Friedrichsgabe und der Hauptschule Falkenberg geändert werden sollen. Mehrheitlich wurde beschlossen, alle etwaigen hierfür notwendigen weiteren Anhörungen vorzunehmen.
Hierzu hat am 03.12.2008 im zuständigen Ausschuss für Schule und Sport eine ergänzende Anhörung der Schulen stattgefunden.
Nach weiterer Beratung sind die antragstellenden Fraktionen zu dem Ergebnis gekommen, dass die oben ausgeführten Maßnahmen zur weiteren Schulentwicklungsplanung geboten sind und stellen die entsprechenden Anträge.
Da sowohl die Realschule Garstedt als auch die Hauptschule Falkenberg bekundet haben, ihre Arbeit in der Form einer Regionalschule fortführen zu wollen und die Antragsteller der Überzeugung sind, dass im Gebiet der Stadt Norderstedt lediglich eine Regionalschule vorzuhalten ist, wird jetzt beantragt, diese beiden Schulen zum Schuljahr 2010 zu fusionieren mit der Folge, dass der Schulbetrieb zu gegebener Zeit ausschließlich am Schulstandort Aurikelstieg fortgeführt wird.
Die Schulen wurden über diese Pläne informiert und es wurde ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.
Diese neue Regionalschule soll zu einer gebundenen Ganztagesschule weiterentwickelt werden, in der die beiden Lehrerkollegien nach der Fusion gemeinsam ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen und ausbauen können.
Bezüglich der Realschule Friedrichsgabe hat die weitere Anhörung der Schule im Ausschuss für Schule und Sport keine neuen Aspekte hervorgebracht. Die Antragsteller halten es nach wie vor nicht für erforderlich, eine zweite Regionalschule im Bereich der Stadt Norderstedt einzurichten.
Nach dem Schulgesetz ist vorgesehen, dass die Schüler nach der Orientierungsstufe auch auf die Gemeinschaftsschule wechseln können. Insoweit fand bereits im Mai 2008 eine Anpassung des Schulgesetzes statt. Einem Schulwechsel innerhalb des Schulzentrums Nord steht also grundsätzlich nichts entgegen.
Die Antragsteller gehen davon aus, dass die heutige Realschule Friedrichsgabe mit ihrem engagierten Schulleiter und Kollegium das bereits erarbeitete Konzept der von dort angestrebten Regionalschule in großen Teilen auch erfolgreich in der Form einer Gemeinschaftsschule umsetzen kann.
Fedrowitz, SPD-Fraktion
Last, GALIN-Fraktion
Becker, Fraktion DIE LINKE