Norderstedt, 07.09.07
Antrag: Umstellung auf Ökostrom
Sehr geehrter Herr Nicolai,
für die nächste Hauptausschusssitzung stellt die GALiN-Fraktion folgenden Antrag:
Beschlussvorschlag
Der Strombezug der Stadt Norderstedt und aller ihr angeschlossenen Einrichtungen wie z.B. Schulen und Kindergärten wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt auf den Bezug von Strom aus regenerativen Quellen (Ökostrom) umgestellt. Ebenso werden die städtischen Gesellschaften gebeten, für ihre Bereiche auf Ökostrom umzustellen.
Die Verwaltung wird beauftrag, mit den Stadtwerken einen Ökostromtarif für Großabnehmer auszuhandeln. Dabei ist darauf zu achten, dass der Strom zu Hundert Prozent aus regenerativen Quellen bezogen wird.
Begründung
Die Stadt Norderstedt ist am 07.11.1995 dem Klimaschutzbündnis beigetreten mit dem Ziel, den CO2-Ausstoss bis zum Jahr 2008 um 50 % zu verringern. Dieses Ziel ist, wie dem letzten Halbjahresbericht des Umweltamtes entnommen werden kann, nur mit großen Anstrengungen noch zu erreichen. Die Umstellung auf Ökostrom trägt dazu bei, regenerative Energiequellen zu unterstützen, die einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Derzeit ist der ausgewiesene Anteil an Atomstrom der Norderstedter Stadtwerke mit 51 % verhältnismäßig hoch. Auch wenn Atomstrom einen geringen CO2-Ausstoss verursacht, so sind doch gerade in jüngster die Risiken von Kernkraftwerken durch den brand in Krümmel und die gehäuften Störfällen in Brunsbüttel deutlich. Atomstrom stellt deshalb aus Sicht der GALiN keine Alternative dar, zumal die Langzeitfolgen durch die Lagerung von radioaktivem Brennmaterial heute noch gar nicht abschätzbar sind.
Die GALiN-Fraktion ist der Auffassung, dass sich die Stadt Norderstedt beim Klimaschutz beispielhaft für ihre Bürgerinnen und Bürger verhalten soll. Auch der Bundestag erwägt bereits die Umstellung auf Ökostrom.
Mit freundlichen Grüßen
Anette Reinders