Antrag GALiN Fraktion vom 04.02.08
Sehr geehrter Herr Stadtpräsident,
zu TOP 14 Flächennutzungsplan der Stadtvertretung vom 05.02.08 haben wir folgenden Änderungsantrag
Antrag zur Aufstellung des Flächennutzungsplans
Beschlussvorschlag:
• Das geplante Gewerbegebiet Garstedt-West nördlich der Ohechaussee/ westlich der Niendorfer Straße entfällt.
Begründung:
Die Gewerbegebiete Friedrichgabe-Nord und LDC (Nordport) sind lt. Aussage des Oberbürgermeisters „...für zwei Generationen die letzten Neuausweisungen.“ (Quelle: noa4). Der Zeitraum „zwei Generationen“ ist mindestens doppelt so lang wie die Geltungsdauer dieses FNP. Gewerbegebiete sind ausreichend ausgewiesen, nur der vorhandene Platz muss zukunftsfähig optimiert und Leerstand intelligent, bedarfsorientiert vermindert werden. Das ist eine originäre Aufgabe der EGNO und muss von ihr gelöst werden.
Beschlussvorschlag:
• Die geplante Ortsumgehung Garstedt entfällt.
• Der geplante Autobahnzubringer und -anschluss AA 22 („Norderstedt-Mitte“) entfällt.
• Die Querspange Glashütte entfällt.
• Die Verlängerung der Oadby-and-Wigston-Straße nach Norden entfällt.
• Begründung:
Die geplante Ortsumgehung und der geplante Autobahnanschluss sind nicht notwendig, wie die Planspiele und Hochrechnungen zur Verkehrsentwicklung der kommenden Jahrzehnte beweisen. Die zur Ausführung nötigen Mittel werden an anderer Stelle viel dringender benötigt. „Neue Straßen schaffen neuen Verkehr“. Diese Feststellung macht deutlich, was auch dem VEP 2020 zu entnehmen ist: Die Entlastung bisheriger Straßen steht in keinem angemessenen Verhältnis zum Flächen- und Finanzmittelverbrauch für den Bau und die Unterhaltung dieser Projekte. Grünzüge und Naherholungsgebiete würden zerschnitten und der Bebauungsdruck auf diese Gebiete würde zunehmen.
Anmerkung:
Die Entwicklungspläne 2020 (Flächen, Landschaft und Verkehr) werden das Gesicht unserer Stadt für die nächsten Jahrzehnte entscheidend prägen und die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger entscheidend beeinflussen. Der enorme Termindruck und die bisherige kurze Beratungsspanne werden der Bedeutung der Entwicklungspläne in keiner Weise gerecht.
GALiN Fraktion
Maren Plaschnick