Mit bitteren Worten in der Norderstedter Zeitung hat heute ein Betreiber von Wasserskianlagen seine Zusage für den Bau und Betrieb einer, politisch umstrittenen, Wasserskianlage auf dem Stadtparksee (nach Ende der Landesgartenschau) zurückgezogen. Mit seiner Klage über die unzureichende Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung der Stadtpark Norderstedt GmbH bestätigt er indirekt die schlimmsten Befürchtungen der GALiN Fraktion.
Offensichtlich sind der Bau und Betrieb einer Wasserskianlage mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro bisher nicht wie für ein Unternehmen der öffentlichen Hand vorgeschrieben europaweit öffentlich ausgeschrieben worden! Offenbar versucht die Geschäftsführung, mit dem Betreiber von Wasserskianlagen in Süsel, bei dem sie schon mal Probefahren durfte, ins Geschäft zu kommen.
Die in sämtlichen Medien verkündete Begeisterung über eine Wasserskianlage auf dem Stadtparksee, eine Umfrage mit überwältigender Zustimmung, war von einem an Bau und Betrieb interessierten Betreiber der Wasserskianlage in Pinneberg gesteuert. Tatsächlich bekunden jetzt, nach Eröffnung der Landesgartenschau, viele Besucher ihr Interesse an Bootsfahrten und beklagen, dass es zu wenige gibt! Die GALiN Fraktion hat sich für diesen Bootsbetrieb frühzeitig stark gemacht. Mit dem Bau einer Wasserskianlage wäre aus Sicherheitsgründen ein Bootsbetrieb nicht mehr möglich!
Allem Anschein nach hat die Geschäftsführung der Stadtpark Norderstedt GmbH mit dem hier öffentlich lamentierenden Betreiber von Wasserskianlagen ohne die Mitwirkung der Stadtvertretung oder des Aufsichtsrats der Stadtpark Norderstedt GmbH Absprachen über den Bau einer weiteren Wasserskianlage getroffen. Dieses Vorgehen der Geschäftsleitung ist völlig inakzeptabel! Die GALiN Fraktion wird den ganzen Komplex kritisch hinterfragen und gegebenenfalls rechtlich prüfen lassen. "Vielleicht ist dieser Zwischenruf eine letzte Chance," so Plaschnick abschließend, "die verbleibende Zeit der Landesgartenschau zu nutzen, um den Betrieb einer Wasserskianlage grundätzlich zu hinterfragen und das künftige Gastronomiekonzept zu überprüfen." Weitere Schritte behält sich die GALiN Fraktion ausdrücklich vor.