Mit einer Extra-Beilage ihres Info-Blattes ‚DurchBlick’ wirbt das Betriebsamt derzeit für den ‚Sperrmüll auf Abruf’. Der Wegfall der Sperrmüll-Abholung vom Straßenrand wird darin als eine saubere Sache begründet. Müllfledderer sollen zukünftig keine Chance mehr bekommen.
Die GALiN Fraktion hat sich frühzeitig dafür ausgesprochen, den Sperrmüll über den Rand der eigenen Straße und die vielen Interessenten einer Weiterverwendung zuzuführen. Eine nach der Sperrmüllabfuhr saubere Straße erhalten wir alle hauptsächlich dadurch, dass wir auch wirklich nur die Sachen herausstellen, die in den Sperrmüll gehören! Einige Kleiderbügel in einem großen Karton z.B. sind kein Sperrmüll!
Ob die Reinigungskosten von 100.000 Euro jährlich tatsächlich entfallen können, wie es das Betriebsamt propagiert, bleibt abzuwarten. Denn es ist zu befürchten, dass vermehrt Bürger nun den direkten Weg zur gebührenfreien und schnellen Entsorgung in Feld und Wald wählen (siehe Foto vom 16.01.11 privat). Der Einstieg in den ‚Sperrmüll auf Abruf’ darf nicht dazu führen, dass Norderstedt jetzt statt dreckiger Straßen eine dreckige Natur bekommt!