PRESSEMITTEILUNG vom 17.01.2011
CDU gegen Baumschutz und ein geordnetes Verfahren!
Mit ihrer Überläufer-Mehrheit versucht sich die CDU nun auch noch als Dagegen-Partei und will das behördliche Verfahren zur Einführung einer Baumschutzsatzung mit einem Antrag für den Umweltausschuss stoppen. Ihr reicht es offensichtlich nicht, einfach gegen eine neue Satzung zu stimmen.
„Wir werden im Umweltausschuss fragen, ob durch einfachen Mehrheitsbeschluss ein behördliches Beteiligungsverfahren abgebrochen werden kann,“ erklärt die umweltpolitische Sprecherin der GALiN, Ariane Last. „Anderenfalls müsste der Oberbürgermeister einem solchen Beschluss dann widersprechen.“
Die von der CDU genannten Gründe gegen eine Baumschutzsatzung für Norderstedt verharmlosen die umfangreichen Baumfällungen der vergangenen Jahre. Tatsächlich haben sich die Befürchtungen der GALiN bestätigt, dass nur eine Baumschutzsatzung die alten und mächtigen Sauerstoffspender vor Willkür schützen. Die meisten Bäume der letzten Jahre wurden nicht von Bürgern gefällt, sondern von der Stadtverwaltung für die Erschließung neuer Baugebiete und die Verbreiterung von Straßen! (Das Foto der NZ vom 17.01.11 illustriert das eindrucksvoll!)
Die CDU hat sich mit ihrem Antrag keinen Gefallen getan. Sie hat sich vielmehr im Jahr der Landesgartenschau in Norderstedt ein peinliches Zeugnis ihres Naturverständnisses ausgestellt.