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Letzte Änderung
22.11.2010

Garstedter Dreieck West: Wegfall Geminbedarfsflächen

PRESSEMITTEILUNG vom 14.11.2010

Wann wird das Jugendheim Buschweg dem Wohnungsbau geopfert?

Mit großem Unverständnis hat die GALiN-Fraktion auf den Wegfall zweier Gemeinbedarfsflächen im vorgelegten Entwurf des B-Plans 280 „Garstedter Dreieck West“ reagiert. „Das ist keine nachhaltige Stadtplanung, die auf künftige Herausforderungen an das soziokulturelle Klima in unserer Stadt angemessen reagiert,“ bemängelt die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der GALiN-Fraktion, Maren Plaschnick. Statt eines Jugendfreizeitheims und eines Kindergartens sollen auf diesen Flächen zusätzlich 70 Wohneinheiten gebaut werden! Bereits vor Jahren wurde ein Bolzplatz dem Wohnungsbau geopfert mit der Zusage, bei der Überplanung des Garstedter Dreiecks eine Fläche dafür als Ersatz vorzusehen! Stattdessen werden Gemeinbedarfsflächen auf Null gesetzt!

Im gesamten Garstedter Dreieck sollen Wohnungen gebaut werden. Allein 670 Wohnungen im jetzt vorgelegten B-Planentwurf 280 „Garstedter Dreieck West“. Wegen der „Lagegunst des Gebietes“ wird die Bebauung verdichtet und überwiegend im Geschoss-Wohnungsbau realisiert. Zu dieser „Lagegunst“ werden textlich noch die Gemeinbedarfsflächen aufgezählt, die weiter hinten im „Kleingedruckten“ dann entfallen sollen. Auf der dazu gehörenden Karte des Plangebietes ist der Abriss des Jugendfreizeitheims bereits eingezeichnet!

„Da ist doch der Bestandsschutz für das Gebäude keinen Pfifferling wert, wenn sich die

Flächen ohne Gebäude teuer vermarkten lassen,“ empört sich Plaschnick. „Wir wollen Wohnungsbau für junge Familien in einem lebenswerten Umfeld mit Kita und Freiraum für Kinder. Keine Käfighaltung mit kurzen Wegen zu Aldi!“ Zu einem späteren Zeitpunkt könnte sich herausstellen, dass zusätzlich noch eine Grundschule benötigt wird, die nach neueren Erkenntnissen auch unbedingt in räumlicher Nähe zu Kita und Hort liegen sollte. Diese Planungsvarianten will die GALiN Fraktion für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung unbedingt erhalten wissen und fordert CDU und SPD auf, sich nicht kurzfristigem Vermarktungsdruck zu beugen. Ein Garstedter Dreieck ohne die Flächen für den Gemeinbedarf lehnt die GALiN Fraktion ab.

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