PRESSEMITTEILUNG vom 18.11.2009
Betonierter Größenwahn im städtischen Grüngürtel
Nur mit vereinten Kräften und unter großem Engagement wurden die schlimmsten Ansätze zur Vernichtung wertvoller Natur im Stadtpark verhindert. Das hätte Anlass für die Stadtplanung sein können, mit dem Grüngürtel davor besonders behutsam umzugehen auch mit Rücksicht auf die lärmgeplagten Anwohner im Umkreis des Falkenhorst, Am Wilden Moor und an der Falkenbergstraße.
Ja, Pustekuchen! Die Stadtverwaltung macht unverdrossen weiter. Für eine Million Euro soll demnächst neben dem Kulturwerk am See ein „multifunktionaler“ Parkplatz für 321 Autos gebaut werden! Eine riesige Fläche von 10.000 Quadratmetern wird dann mit Beton brutal versiegelt! „Auf meine zweifelnde Frage, wer denn wohl nach der Landesgarten-schau ab 2012 noch so einen großen Parkplatz benötige, erklärte Stadtrat Bosse, dort könnten dann auch Zirkusse gastieren und andere Veranstaltungen stattfinden,“ berichtet die Stadtvertreterin Maren Plaschnick (GALiN).
„Nachdem die Politik Remmidemmi im Stadtpark verhindert hat, verlagern die Stadtplaner den Lärm eben etwas westlicher nach außerhalb dichter bei den Menschen,“ stellt Plaschnick fassungslos fest. Ein Parkplatz in dieser Größenordnung ist überflüssig und für Mensch und Natur absolut unverträglich. Finanziert werden soll dieser betonierte Größenwahn auf Pump. „Wir werden beantragen, diese eine Million Euro im kommenden Haushalt zu streichen,“ kündigt die stadtentwicklungspolitische Sprecherin an und wirbt zugleich für eine strikte Ausgabenkontrolle bei allen dort noch geplanten Bauvorhaben.