PRESSEMITTEILUNG vom 01.09.2009
GALiN auf Fraktionsklausur
Auf ihrer diesjährigen Fraktionsklausur in Strenglin hat sich die GALiN-Fraktion mit den politischen Schwerpunkten der nächsten Zeit befasst. Trotz der schwierigen Finanzlage hält es die Fraktion für dringend erforderlich, verstärkt in die energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden zu investieren. „Ganz oben auf der Agenda stehen die Schulen und Sporteinrichtungen“, erläutert die schulpolitische Sprecherin Ariane Last. „Die auf Grund der Schulreform ohnehin anstehenden Gebäudemaßnahmen sollten genutzt werden, um die Schulen energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Das spart langfristig Betriebskosten ein.“
Ein weiterer Beratungsschwerpunkt war die Umweltpolitik. Die Anstrengungen für den Klimaschutz müssten deutlich verstärkt werden, um die selbst gesteckten Ziele der CO2-Minderung zu erreichen. „Wir werden deshalb einen Klimapakt vorschlagen, an dem sich die Bevölkerung mit eigenen Einsparungen beteiligen kann“, erklärt Fraktionsvorsitzende Anette Reinders. Unter dem Motto „Prima Klima in Norderstedt ich bin dabei“ sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden, zum Klimaschutz aktiv beizutragen. Grundsätzlich spricht sich die GALiN dafür aus, die Öffentlichkeitsarbeit im Umweltamt deutlich zu verstärken, um mehr Aufklärung, z.B. durch Energieberatung oder über Förderungsmöglichkeiten, zu betreiben.
Auch mit der Kulturentwicklung hat sich die Fraktion an diesem Wochenende befasst. „Wir wünschen uns einen breiteren Kulturbegriff“, fasst Maren Plaschnick die Diskussion zusammen. „Dazu gehört z.B. eine Öffnung der Kulturförderrichtlinien, um auch unkonventionelle Projekte freier KünstlerInnen unterstützen zu können.“ Die GALiN spricht sich außerdem dafür aus, den Bereich „Kunst im öffentlichen Raum“ aus dem Dornröschenschlaf zu wecken. Wie sich das Stadtbild in den Augen seiner BewohnerInnen spiegelt, hat auch Einfluss auf das Wohlbefinden und soll nicht länger unterschätzt werden. Ferner diskutierte die GALiN den Raumbedarf für freie Gruppen, Bands und KünstlerInnen. Es müssen nicht immer sterile Neubauten in einem langwierigen bürokratischen Prozess erstellt werden, um ihnen dauerhaft oder für einen überschaubaren Zeitraum Platz zum Üben, Experimentieren und Finden zur Verfügung zu stellen.
Nach zwei arbeitsreichen Tagen ist die Fraktion am Sonntag nach Norderstedt zurückgekehrt. „Wir werden jetzt mit neuem Schwung nach der Sommerpause starten“, sagt Anette Reinders. „Das ist auch gut so, denn bei den Haushaltsberatungen stehen eine Reihe von Entscheidungen an.“