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29.04.2009

Kulturträger

PRESSEMITTEILUNG vom 28.04.2009

Mit Zuckerbrot und Peitsche?

CDU: Sanktionen für Kulturträger

Zunächst klang der Antrag der CDU, sich im Kulturwerkausschuss mit den Berichten der Kulturträger und mit den Abrechnungen des Kulturbüros über ihnen gewährte Leistungen in den letzten drei Jahren zu beschäftigen, noch recht emphatisch: „Unserer Meinung nach ist die jährlich im Festsaal am Falkenberg stattfindende Vorstellung der Kulturträger nicht ausreichend, um die lobenswerte Arbeit der Vereine umfassend zu bewerten.“ Leider legte die CDU dann ein Arbeitspapier vor, dass in dieser Form nicht beratungsfähig war. Es enthielt ein knappes Dutzend Anfragen an die Verwaltung, die durch aufmerksame Lektüre der städtischen Kulturförderrichtlinien beantwortet werden und forderte in mehreren Anträgen, denjenigen Vereinen ihre Kulturträgerschaft abzuerkennen, die ohne Begründung nicht am „Bühne frei!“-Abend teilnehmen bzw. zweimal hintereinander keinen Jahresbericht vorgelegt haben.

„Was will die CDU mit Sanktionsdrohungen denn erreichen? Die Kulturförderrichtlinien unterstützen die Leistungen der Vereine, ihre Aktivitäten, hauptsächlich durch die Bereitstellung städtischer Räume für Proben, Veranstaltungen und Versammlungen,“ stellt die Vorsitzende des Kulturwerkausschusses, Maren Plaschnick (GALiN) fest und führt weiter aus: “So wurden von den im Jahre 2008 abgerechneten rund 191.000 Euro tatsächlich nur knapp 48.000 Euro als Zuschuss gezahlt – rund 25%. Alle anderen Kostenansätze sind kalkulierte Raummieten, die als sog. „Innere Verrechnungen“ in der Verwaltung zwar die Transparenz erhöhen, letztlich aber ein Nullsummenspiel darstellen. Es fließt dafür kein Geld!“

Kulturträger, die aus unterschiedlichen Gründen, meist aus Personalmangel, ihre Aktivitäten vorübergehend stark einschränken, beanspruchen in dieser Zeit auch kaum städtische Unterstützung. Darüber hinaus ist es seit Jahren bewährte Praxis, dass das Kulturbüro betreffende Kulturträger auf ihre Inaktivität anspricht und mit ihnen Wege aus der Krise berät. Als letzte Konsequenz hat der Kulturwerkausschuss auch schon Vereinen ihre Kulturträgerschaft aberkannt. Das alles geben die Kulturförderrichtlinien bereits heute her – einer zusätzlichen Strangulierung der Kulturträger bedarf also nicht!

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