PRESSEMITTEILUNG vom 19.01.2009
Nun werden Gaspreise erraten
Letzte Woche hat der Stadtwerkeausschuss einstimmig beschlossen, die Gaspreise zu senken. So wird sich beispielsweise der Arbeitspreis des Grundtarifes per 1.4. von heute 7,40 ct/kWh auf 6,09 ct/kWh senken. So weit der erfreuliche Teil …
Vorherzusehen ist leider ein Ratespiel als Dauerthema. Ende letzten Jahres wurde der GALiN Antrag, die Gaspreise schon zum 1.1. zu senken mehrheitlich abgelehnt, stattdessen wurde eine beschleunigte Umsetzung von Preisänderungen beschlossen. Gaspreise sind per Formel an Heizölpreise (sechs Monats Mittelwert) gebunden. Dieser sechs Monats-Mittelwert des Heizölpreises schlägt nach der neuen Formel schon nach einem Monat durch anstatt bislang nach drei Monaten. „Das klingt ja gut und richtig“ sagt Michael Ramcke, GALiN Sprecher im Stadtwerkeausschuss, „führt aber dazu, dass der letzte Heizöl-Referenzmonat immer geraten werden muss“. Niemand kann Heizölpreise verlässlich vorhersagen, und Ramcke sagt weiter: „Ein völlig unnötiger handwerklicher Fehler, der früher oder später zu Unmut führen wird, denn eine Seite ist immer betrogen.“
Die GALiN hatte die neue Formel nicht unterstützt, wird sich um die jetzige Gaspreisreduzierung nicht zu gefährden - zu späterer Zeit für eine Formelbindung ohne Rate-Monat einsetzen.