PRESSEMITTEILUNG vom 19.12.2008
Jugendhilfeausschuss gibt Signal für Verbesserungen im Hortbereich
Auf Antrag der GALiN hat der Jugendhilfeausschuss am Donnerstag die Verwaltung beauftragt, neue Lösungen für die angespannte Nachfragesituation bei der Betreuung von Grundschulkindern vorzulegen. Auf der Sitzung, die von zahlreichen betroffenen Eltern besucht war, entwickelte sich schon in der Einwohnerfragestunde eine lebhafte Diskussion über fehlende Hortplätze und über die sogenannten Modulgruppen, die dem Betreuungsbedarf vieler Eltern nicht entsprechen. Die Eltern äußerten nicht nur ihr Unverständnis über die fehlenden Plätze, sondern forderten auch ein verlässliches System der Kinderbetreuung und eine Transparenz bei der Vergabe der Plätze ein.
Bei der anschließenden Behandlung des GALiN-Antrages war sich die Politik schnell einig und beschloss einstimmig, dass kurzfristige Lösungen für die Betreuung von Grundschulkindern entwickelt werden müssen. „Für die GALiN können diese Lösungen nur im Ausbau der Hortplätze liegen“, erklärt Fraktionsvorsitzende Anette Reinders. „Denn die Eltern erwarten ein verlässliches und pädagogisch ausgerichtetes Betreuungsangebot“. Dies kann nicht durch Modulgruppen umgesetzt werden, da hier keinerlei qualitative Standards vorgeschrieben sind.
„Allerdings“, so Reinders weiter, „werden wir zunächst Kompromisse machen müssen, wenn wir kurzfristig den Bedarf der Eltern nach Betreuungsplätzen für ihre Schulkinder decken wollen“. Mittel- und langfristig darf man sich aber nicht auf Übergangslösungen ausruhen, sondern muss weiterhin das Ziel einer verlässlichen und pädagogisch wertvollen Betreuung von Grundschülern verfolgen.
Bereits im Januar wird der Jugendhilfeausschuss die ersten Vorschläge und Überlegungen der Verwaltung diskutieren. Die GALiN wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass ein bedarfsgerechter Ausbau der Hortplätze erfolgt.