PRESSEMITTEILUNG vom 22.10.2008
Norderstedt sichert Betreuung der Obdachlosen
Der Sozialausschuss hat auf seiner Sitzung am 25.09.2008 ein Signal gesetzt, um die erfolgreiche sozialpolitische Arbeit in der Notunterkunft am Langenharmer Weg auch über das Jahr 2009 hinaus fortzuführen. Die hierfür benötigten finanziellen Mittel wurden überplanmäßig bereitgestellt.
Derzeit wird die sozialpädagogische Betreuung mit einer halben Stelle betreut - künftig soll eine Vollzeitstelle/zwei Teilzeitstellen die Arbeit fortsetzen.
Zur "Geschichte" der Unterbringung
Die Unterbringung Obdachloser ist originäre Aufgabe der Gemeinden, sozialpädagogische Hilfen sind Kreisaufgabe, die über den ASD geregelt wurden - es fehlte jedoch ein niedrig schwelliges Angebot für Hilfeleistungen. Der Sozialausschuss entschloss sich daher am 27.05.2004, den Kreis in die Verantwortung zu nehmen, auch da der Landrat am 26.08.2004 vortrug, dass der Kreis eine Betreuung vor Ort für erforderlich hält. Gute zwei Jahre dauerte es dann, bis nach der Beschlussfassung des Betreuungskonzeptes am 23.11.2006 endlich die Stadt Norderstedt das Projekt mit € 24500.- bezuschusst und einen Mitarbeiter zum 01.04.2007 befristet einstellte (bis 31.03.2009). Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erfolgt die vereinbarungsgemäße Überprüfung des Projektes. Ergebnis: 50% der Bewohner nutzen die Angebote regelmäßig und 22% gelegentlich.
Zur "Gegenwart" der Versorgung
Folgende konkrete Erfolge wurden in der kurzen Zeit erzielt: Es wurden Personen in den ersten Arbeitsmarkt integriert, Bewohner haben eine eigene Wohnung gefunden oder andere sind in "betreutes" Wohnen gezogen. Eine Befragung der Anwohner hat ergeben, dass eine größere Zufriedenheit eingekehrt ist durch mehr Ruhe auf dem Gelände und durch eine freundlichere Gestaltung der Außenanlagen. Daher wurde folgerichtig beschlossen: Das Projekt wird fortgesetzt, die Verwaltung wird mit den entsprechenden Vertragsverhandlungen betraut. Der neue Vertrag soll daher zusätzlich die Aufstockung der sozialpädagogischen Betreuung von 19,5 auf 39 Stunden vorsehen. Die Projektverantwortlichen präferieren zwei Teilzeitstellen, damit Bewohner den bevorzugten Ansprechpartner wählen können. Aus städtischer Sicht soll durch die Teilung der Ganztagsstelle sichergestellt werden, dass immer ein Ansprechpartner für die niedrig schwellige Betreuung der Bewohner gesorgt werden.
Die GALiN dankt den Verantwortlichen für die engagierte und erfolgreiche Arbeit. Wir freuen uns, dass auch künftig die Betreuung auf hohem Niveau verbleibt, für das der bisherige Mitarbeiter bereits Maßstäbe gesetzt hat.