PRESSEMITTEILUNG vom 21.04.08
Stadtwerke schlagen Schneise ins Landschaftsschutzgebiet CDU allein dafür
Mit ihrer Stimmenmehrheit hat die CDU auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr vor der Kommunalwahl eine Forderung der Stadtwerke auf den Weg gebracht: Die anlässlich des letzten Arriba-Umbaus für den LKW-Verkehr ausnahmsweise gestattete Baustraße durch die Tarpenbek-Niederung soll eine dauerhafte Straße für den Autoverkehr werden.
Die provisorische Baustraße, die einen stark frequentierten Rad- und Wanderweg quert, hätte entsprechend der Genehmigungsauflage nach Beendigung der Bauarbeiten am ArribaBad längst zurückgebaut und das Landschaftsschutzgebiet Tarpenbek-Ost wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt sein müssen. Das haben die Stadtwerke jedoch ignoriert und in der Bauverwaltung hatte offenbar auch niemand die Kraft und Lust, diese Auflage mit allem entschiedenen Nachdruck durchzusetzen.
„Leider sehen wir uns erneut in unserer Sorge bestätigt, dass die Stadt und ihre städtischen Betriebe sich in Norderstedt als die wahren Umweltfrevler entpuppen könnten nicht, wie gern behauptet, die Bürgerinnen und Bürger,“ stellt die Stadtvertreterin Maren Plaschnick (GALiN) empört fest und fordert die CDU auf: „Machen Sie sich nicht länger zum Büttel der Stadtverwaltung.“
In der Sitzung hatte die CDU nur noch von den Interessen des Arriba-Bades und den Autofahrern auf der Suche nach einem Parkplatz gesprochen. Während der Diskussion wurde deshalb auch die Befürchtung laut, eine solche Straße als Verbindung zwischen der Schleswig-Holstein-Straße und der Ulzburger Straße könnte als Schleichweg zur Umgehung der Kreuzung Ochsenzoll benutzt werden, insbesondere, solange der Knoten noch nicht fertiggestellt ist. Das wäre eine unzumutbare zusätzliche Belastung für die Anwohner des Arriba und das bislang intakte Ökosystem der Tarpenbekniederung wäre dauerhaft gestört.