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01.04.2008

Kita-Gutschein

 PRESSEMITTEILUNG vom 09. Februar 2008

Kita-Gutschein – Mogelpackung à la CDU

Die Qualität der Kitas zu verbessern – mit dieser Zielsetzung hat die CDU Fraktion im Jahr 2006 einen umfangreichen Antrag zu Veränderungen im Kindertagesstättenbereich vorgelegt. Neben den sehr strittigen Schließzeiten wurden auch ein kostenloses Kindergartenjahr und die Verbesserung des Erzieherschlüssels wochenlang im Ausschuss für junge Menschen diskutiert. Übrig geblieben ist nach mehr als einem Jahr der intensiven Diskussion in der Politik und in der Elternschaft ein Kita-Gutscheinsystem, das von der CDU-Mehrheitsfraktion noch vor den Wahlen durchgepeitscht werden soll. Damit steht fest, dass am Ende nicht eine Qualitätsverbesserung sondern eine deutliche Verschlechterung der Betreuungszeiten und der pädagogischen Rahmenbedingungen von der CDU gewollt ist.

Die GALiN-Fraktion spricht sich dafür aus, dass im Kita-Bereich wieder über Inhalte diskutiert wird. „Wir müssen unsere Kitas fit für die Zukunft machen“, so GALiN-Fraktionsvorsitzende Anette Reinders, „denn der Grundstein für die Bildungschancen der Kinder von morgen wird schon heute in den Kindertagesstätten gelegt“. Ein Kita-Gutscheinsystem, das im Ergebnis dazu führt, dass das Personal in den Kitas abgebaut wird, ist aus Sicht der GALiN nicht zukunftsweisend. Ebenfalls sieht die GALiN große pädagogische Probleme, wenn im Zuge eines Gutscheinsystems die bewährten Gruppenstrukturen in den Einrichtungen abgebaut werden. „Wir wissen schon heute, dass immer mehr Kinder Probleme haben, Bindungen aufzubauen und sich in sozialen Systemen zurecht zufinden“, so Anette Reinders weiter. „Großgruppen, sogar schon für Krippenkinder, die allein aus Gründen rationeller Personalbemessung eingerichtet werden, mögen wirtschaftlichen Kriterien entsprechen, die in anderen Bereichen zur Käfighaltung geführt haben, – eine Verbesserung der Qualität ist damit auf jeden Fall nicht zu erreichen.

Der von der Verwaltung vorgelegte Zeitplan wird von der GALiN-Fraktion abgelehnt. Die Fraktion nimmt die Elternbeteilung sehr ernst und ist darüber erfreut, dass sich die Eltern so engagiert und fachlich qualifiziert an der Diskussion beteiligen. „Sollte die CDU mit ihrer absoluten Mehrheit tatsächlich noch kurz vor der Kommunalwahl einen entsprechenden Beschluss fassen, so werden wir bei geänderten Mehrheiten sofort nach der Wahl einen Antrag auf Aufhebung dieser Beschlussfassung stellen“, sagt Anette Reinders abschließend.

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