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Letzte Änderung
01.04.2008

Containerplätze

PRESSEMITTEI LUNG vom 20.06.07

Kommt das Glas jetzt in die blaue Tonne?

Zukünftig soll es in Norderstedt nur noch 16 Containerstandorte geben. Dies ist eine Reduzierung um über 450 Prozent. Begründet wird dies von der Mehrheit des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr mit der Einführung der Papiertonne, die bislang von 8.000 Haushalten bestellt worden ist. Dies sind etwa 1/5 der Norderstedter Haushalte, d.h. dass 4/5 der Haushalte wollen weiterhin ihr Papier in den Containern entsorgen.

„Wenn die Containerplätze drastisch reduziert werden, bricht an den verbleibenden Standorten das Chaos aus“, befürchtet GALiN-Fraktionsvorsitzende Anette Reinders. Denn nicht nur das Papier muss weiter entsorgt werden können, schließlich müssen auch alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin ihr Altglas im Glascontainer loswerden können. Jetzt werden nicht nur die Wege weiter, was insbesondere für Menschen ohne Auto ein erhebliches Problem darstellen dürfte, sondern es wird auch zu einer erheblichen Zunahme der Frequentierung der verbleibenden Standorte kommen. Und was die Menschen mit dem Altglas und –papier machen, wenn sie es nicht mehr im Container entsorgen können, ist allseits bekannt: sie legen es davor ab!

Anscheinend kann im Betriebsamt nicht gerechnet werden. Anders ist es nicht zu erklären, dass 4/5 der Norderstedter Haushalte nur noch 1/5 der Containerstandorte zur Verfügung stehen. Wenn obendrein der Leiter des Betriebsamtes mit der Begründung, das Glasaufkommen sei rückläufig, eine so drastische Reduzierung rechtfertigt, so zeugt dies nicht nur von etlicher Ignoranz sondern fördert obendrein den Verbrauch von Kunststoffverpackungen, die in der Ökobilanz deutlich schlechter abschneiden als Glasflaschen.

Die GALiN-Fraktion fordert den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr auf, den Beschluss schleunigst wieder einzukassieren – und zwar bevor Fakten durch den Abbau der Standorte geschaffen worden sind. „Das Betriebsamt ist mit seinem Vorstoß eindeutig über das Ziel hinausgeschossen und die Mehrheit des Ausschusses ist ihm leider wie die Lemminge brav gefolgt“, so Reinders abschließend

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