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Letzte Änderung
01.04.2008

Mogelpackung für Kita-Kinder

 20.04.07

Hopp und Top für Norderstedts Kita-Kinder

CDU/FDP beschließen Mogelpackung

Der Ausschuss für junge Menschen hat auf seiner letzten Sitzung beschlossen, ab dem Kindergartenjahr 2008/2009 alle Norderstedter Kinder von den Betreuungsgebühren im letzten Kindergartenjahr zu befreien. Die GALiN begrüßt diesen Beschluss außerordentlich, denn schon lange fordert sie, dass der Besuch der Kindertagesstätte genauso wie der Schulbesuch kostenfrei sein soll. „Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem hoffentlich bald weitere folgen werden“, so GALiN-Fraktionsvorsitzende Anette Reinders.

Diese erfreulichen Entwicklung im Kita-Bereich wird allerdings durch die weiteren Beschlüsse des Ausschusses konterkariert. Die Einführung von insgesamt 20 jährlichen Schließtagen in den Sommerferien und zwischen Weihnachten und Neujahr wird besonders die Kinder treffen, deren Eltern aus betrieblichen Gründen keinen Urlaub in diesen Zeiten nehmen können. Diese Kinder sollen dann in anderen Kitas im Stadtteil betreut werden. „Dieses Konzept können sich nur ältere Herren ausgedacht haben, die von Pädagogik keine Ahnung haben“ sagt Anette Reinders weiter. „Kinder, insbesondere im Kleinkinderalter, kann man nicht wie auf einem Verschiebebahnhof hin und her rangieren.“

Die Beschlussfassung des Ausschusses widerspricht nach Auffassung der GALiN-Fraktion obendrein dem Kindertagesstättengesetz, das ausdrücklich eine Beteiligung der paritätisch besetzten Beiräte der Einrichtungen vor derartigen Entscheidungen vorschreibt. Darüber hinaus dürfte der Ausschuss auch nicht befugt sein, über die Öffnungszeiten der Einrichtungen der freien Träger zu entscheiden. Dies obliegt ausschließlich den Trägern selbst.

Der ebenfalls beschlossene Einsatz von Tagesmüttern in den Kindertagesstätten bei personellen Engpässen stellt einen weiteren gravierenden Gesetzesverstoß dar. Es ist im Kindertagesstättengesetz eindeutig geregelt, welche Qualifikation das Personal in den Krippen, Kindergärten und Horten haben muss. Danach dürfen dort nur sozialpädagogische Assistent/innen, Erzieher/innen und Sozialarbeiter/innen tätig sein.

„Es ist aus unserer Sicht beschämend, wie rudimentär die pädagogischen und rechtlichen Kenntnisse bei den CDU - und FDP-Mitgliedern im Ausschuss für junge Menschen sind“, meint Ausschussmitglied Klaus Rädiker. „Deshalb muss dringend nachgesteuert werden und die Beschlusslage entsprechend den Bedürfnissen von Kindern und Eltern in unserer Stadt sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen verändert werden.

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