Finger weg von der Kultur? Wessen Finger wessen Kultur?
In den letzten Tagen ist die Diskussion um die Frage, ob die städtischen Einrichtungen des Forums in zwei Eigenbetriebe aufgespalten und ausgegliedert werden sollen, auf tiefstem Niveau gelandet. Die GALiN Fraktion sieht dort keine Diskussionsgrundlage. Sie verwahrt sich aber nachdrücklich und entschieden gegen alle Versuche, ihr und ihrer kulturpolitischen Sprecherin Maren Plaschnick auch nur ansatzweise die Nähe zu diktatorischen Ideologien zu unterstellen!
Die GALiN Fraktion setzt sich seit Jahren für eine kulturelle Vielfalt in dieser Stadt ein auch außerhalb städtischer Institutionen. Dabei war ihr der Erhalt der Stadtbüchereien und der Volkshochschule genauso wichtig wie der Erhalt einer Jugend-Musikschule. Gegen die Idee der CDU, Theater und Konzerte allein der Disposition der Tribühne zu überlassen, hat die GALiN als einzige Fraktion frühzeitig lauthals und wie man jetzt sehen konnte letztlich erfolgreich gekämpft.
Dabei muss die Breite des Angebots auch immer einhergehen mit seiner Bezahlbarkeit! Alle Bürgerinnen und Bürger müssen an dieser kulturellen Vielfalt auch dann teilhaben dürfen, wenn ihre finanziellen Möglichkeiten und auch ihre Vorbildung begrenzt sind. Da gilt es, Schwellen und Ängste abzubauen.
„Gegen die Umwandlung in Eigenbetriebe wenden wir uns nicht grundsätzlich. Wir sehen nur die große Gefahr, dass trotz höherer Kosten letztlich weniger Kultur herauskommt - auch für die Förderung freier Künstler, Gruppen und der Kulturträger,“ sorgt sich Maren Plaschnick. „Schließlich fehlen bisher sämtliche verlässlichen Rahmendaten, z.B. zu den Betriebskosten, die diese Sorge entkräften könnten.“
Die GALiN wird sich auch zukünftig stark dafür engagieren, dass die Jugend eigene kulturelle Einrichtungen, wie die abgerissenen Häuser „Jugendkulturcafé“ und „Soziales Zentrum“, erhält. Das gehört für uns auch in den „Kulturentwicklungsplan“, den die Politik inhaltlich alle fünf Jahre verabschiedet. Schließlich ist es in einer Demokratie sehr wohl ihre Aufgabe, mit der Verabschiedung kultureller Konzepte auch Inhalte zu favorisieren, ohne einem einzelnen Kulturträger in seinem Engagement Vorschriften machen zu wollen.