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Tribühne Trauerspiel in mehreren Akten
Nachdem der Aufsichtsrat mit der Kündigung des Geschäftsführers die Notbremse gezogen hat, fand in den städtischen Gremien noch kurz vor der Sommerpause ein neuer Akt des Trauerspiels TriBühne statt. Auf seiner letzten Sitzung vor den Ferien beschäftigte sich der Hauptausschuss im nicht öffentlichen Teil erneut mit der städtischen. Mehrzwecksäle-Gesellschaft (MeNo).
Die Grüne Alternative Liste (GALiN) beantragte in diesem Zusammenhang, die im Gesellschaftsvertrag festgelegten Aufgaben der TriBühne kritisch zu überprüfen und eine Gesamtanalyse vorzunehmen. Wir halten es nach wie vor für erforderlich, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das auch wirtschaftlich tragfähig ist, sagt Anette Reinders, Fraktionsvorsitzende der GALiN. Der Antrag wurde im Hauptausschuss mit 6:5 Stimmen abgelehnt. Dies ist aus Sicht der GALiN unverständlich, denn der alleinige Gesellschafter der MeNo, die Stadt Norderstedt, ist gefordert, ihre Verantwortung wahrzunehmen, indem sie der Gesellschaft nur Aufgaben überträgt, die diese auch konzeptionell und wirtschaftlich bewältigen kann.
Mit der Beschlussfassung im Hauptausschuss haben sich die Hauptdarsteller in diesem Schauspiel selbst zu Statisten degradiert und überlassen alles ihrem Regisseur, dem Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote. Es bleibt zu hoffen, dass die (Sommer-) Pause nicht nur mit Sekt und Smalltalk verbracht wird, ehe sich der Vorhang im August wieder hebt.
Der letzte Vorhang ist auf jeden Fall noch lange nicht gefallen, doch wenn sich die Regie nicht steigert, ist zu befürchten, dass das Publikum mit Pfiffen reagiert.
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