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Bei Fürsorge ihren Bürgern gegenüber ist Funkstille
Stadt genehmigt UMTS-Mast in Garstedt.
Die innerörtlichen Grünflächen durch fragwürdige Mammutbauten verschandelt, durch ständig zunehmenden Fluglärm gebeutelt, werden die Garstedter Bürger und Bürgerinnen demnächst auch noch Strahlenbelastungen in bislang unbekannter Dosis durch den UMTS-Mast im Stadion von Eintracht Norderstedt ausgesetzt.
Dabei ist die Stadt in ihrer Genehmigungspraxis, wenn man der Ausführung des Pressesprechers glauben kann, offenbar mit leichter Hand und reichlich sorglos vorgegangen. Angeblich ist die Abstrahlung direkt unter dem Mast ungefährlich. Statt also die Kicker zu fragen, die weiterhin darunter spielen können, wäre eine Information der betroffenen Anwohner vor der Installation geboten gewesen. Zumal es bereits heftige Diskussionen um die Antenne unter dem Dach der Christuskirche gegeben hat. Es ist darüber hinaus stark zu bezweifeln, dass die Stadt bei der Genehmigung ihre eigenen Kriterien, die sie für die Installation auf Privatflächen erstellt hat, beachtet und eingehalten hat.
Ich befürchte, dass die Stadtverwaltung gehofft hat, dass kein Anwohner es merkt, wenn ihm plötzlich ein 30 Meter hoher Sendemast durchs Schlafzimmerfenster strahlt, meint die GALiN-Stadtvertreterin Maren Plaschnick. Alle besorgten Bürgerinnen und Bürger sollten sich persönlich anhören, mit welch fadenscheinigen Argumenten die Verwaltung ihre fragwürdige Genehmigungspraxis nachträglich rechtfertigt. Die GALiN Fraktion rät, dazu die Einwohnerfragestunde im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr am 20.10. und in der Stadtvertretung am 25.10. zu nutzen.
Noch ist der Sender nicht am Netz, es besteht also die Chance, ihn letztlich zu verhindern. Die GALiN Fraktion unterstützt entsprechende Ziele betroffener Anwohner und hofft auf die späte Einsicht der Stadtverwaltung. Schließlich gibt es eine Fürsorgepflicht der Stadt ihren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber, alle vermeidbaren Belastungen von ihnen fern zu halten. Wenn heute klar wäre, dass die Strahlen die Eintracht-Kicker impotent machen, wäre der Mast morgen weg, ist sich Maren Plaschnick sicher. Bei Bürgern mit vergleichbaren Sorgen will man es lieber gar nicht so genau wissen.
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