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Pressemitteilung vom 31.05.05
Fahrradboxen wann wird endlich gehandelt?
Als Stadtvertreterin Anette Reinders heute Nachmittag an der U-Bahnstation Norderstedt-Mitte ankam, stand sie vorm Nichts. Genauer gesagt vor einem leeren Fahrradbügel. Denn dort, wo sie am Morgen auf dem Weg zur Arbeit ihr Fahrrad angeschlossen hatte, war am Nachmittag nur ein grüner Bügel, aber kein Fahrrad mehr vorhanden. Und nicht nur das auch der benachbarte Fahrradbügel war leer. Ebenfalls keine Spur mehr von dem Fahrrad ihres Lebensgefährten.
Die Fraktionsvorsitzende der GALiN ist ernsthaft sauer. Denn bereits im März hatte die GALiN-Fraktion einen Antrag in die Stadtvertretung eingebracht, damit im Stadtgebiet endlich gesicherte Fahrradabstellanlagen aufgestellt werden. Dieser Antrag wurde in den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr überwiesen, wo die CDU-Mehrheit dann beschloss, dass Abstellanlagen nur über private Investoren erstellt werden sollen. Damit wurde die gesamte Idee elegant begraben.
Kürzlich tagte der Hauptausschuss als Polizeibeirat. Dort wurde im Rahmen der Kriminalitätsstatistik berichtet, dass im Jahr 2004 über 800 Fahrräder gestohlen wurden. Hier ist dringender Handlungsbedarf angezeigt, äußerte sich Anette Reinders. auf der Polizei wurde mir geraten, mein Fahrrad nicht an der U-Bahnstation anzuschließen. Bin ich etwa gezwungen, die kurze Strecke zwischen Wohnung und Bahn mit dem Auto zurückzulegen? Das kann doch nicht im Sinne einer innerstädtischen Verkehrsplanung sein, die möglichst Kurzstrecken im Auto vermeiden will.
Die GALiN fordert die Verwaltung auf endlich zu handeln und dem Ausschuss ein Umsetzungskonzept für sichere Fahrradabstellanlagen vorzulegen. Bei Millionenbeträgen, die in den Ausbau neuer Strassen gepulvert werden, kann man doch wohl erwarten, dass die Förderung des Radverkehr nicht mit Centbeträgen abgespeist
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