Pressemitteilung vom 10.12.2004
Eine schöne Bescherung ...
Landesgartenschau in Wolfsburg mit Defizit beendet
Die Landesgartenschau 2004 in Wolfsburg, von Bürgermeister Grote und dem Vorsitzenden von Norderstedt Marketing e.V., Stefan Witt, hochgelobt und als beispielhaft dargestellt, ist im Oktober zu Ende gegangen. Presse, Stadtvertretung, Bürgerinnen und Bürger aus Norderstedt hatten zuvor die Möglichkeit, sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen.
Jetzt wird dort abgerechnet. Dabei wurde im vorläufigen Jahresabschluss festgestellt, dass Wolfsburgs Landesgartenschau sich keineswegs so löblich von der Vielzahl bundesweit veranstalteter Landesgartenschauen unterscheidet zumindest nicht bei den defizitären Finanzen:
100.000 Besucher weniger als kalkuliert brachten 700.000 Euro Miese. Für die insolvente Gastronomie musste eine Wertberichtigung über 115.000 Euro vorgenommen werden. Dazu wurde schlicht vergessen, geplante 315.000 Euro als Risikovorsorge auch tatsächlich in den Haushalt einzustellen.
Damit gerät die Stadt Wolfsburg in eine äußerst prekäre Lage. Trotz erlassener Haushaltssperre muss sie die Löcher mit einer Million Euro stopfen pacta sunt servanda.
Diese Nachricht hat in Wolfsburg erhebliche Wellen geschlagen. Die Parteipolitisch Unabhängige Gemeinschaft (PUG) fordert den Kopf des kaufm. Geschäftsführers. Schließlich sei die geplante hohe Besucherzahl bereits vor einem Jahr von einem Prüfer als Risiko bezeichnet worden.
Besonders schlau wähnen sich die Befürworter der Landesgartenschau in Norderstedt ja mit der Maßgabe, nicht nur der Investitions-, auch der Betriebshaushalt 2011 sei zu deckeln.
Ja, das glaubten die Bürgerinnen und Bürger Wolfsburgs bis vor kurzem auch ...
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