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Pressemitteilung vom 07. Oktober 2004
Kein Geld keine Konzepte
zu Hallen und Büros stehen leer NZ vom 5. Oktober 2004
Seit knapp zwei Jahren weist die GALiN Fraktion immer wieder auf das bestehende Missverhältnis zwischen der Planung neuer und der Pflege und Modernisierung bestehender Gewerbegebiete hin. Nur mit dem kurzfristig aufgelegten Förderprogramm des Bundes Stadtumbau West ist es jetzt möglich, im Gewerbegebiet Kohfurth zumindest einen bescheidenen Anfang zu machen.
Dabei ist Handlungsbedarf dringend geboten: Der Leerstand in den bestehenden Gewerbegebieten summiert sich stadtweit auf eine Brutto-Gewerbefläche von etwa zwölf Hektar! Das ist die Größenordnung eines Gewerbegebietes wie Friedrichsgabe und größer als das jetzt in Angriff genommene Gewerbegebiet Kohfurth.
Eine Revitalisierung aller Gewerbegebiete dürfte wegen der vielen unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse und der Marktlage sehr schwierig werden. Zudem mangelt es sowohl bei der Stadt als auch bei der städtischen Entwicklungsgesellschaft (EGNO) an dafür notwendigem Kapital. Deshalb fordert die GALiN Fraktion zunächst ein Revitalisierungs-Konzept für alle alten Gewerbegebiete Norderstedts und zwar von externen Profis. Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass die EGNO für das Gewerbeflächenmanagement die notwendige Kompetenz besitzt, stellt die Wirtschaftssprecherin der GALiN Fraktion, Maren Plaschnick, fest: Gerade die EGNO hat die seit Jahren wachsenden Leerstände bis in die jüngste Zeit ignoriert und keinen Handlungsbedarf gesehen. Stattdessen hat sie neue, zusätzliche Gewerbeflächen, wie in Friedrichsgabe-Nord und zu absolut nicht marktfähigen Preisen wie im LDC, favorisiert und erworben.
Besonders erstaunt dabei auch die widersprüchliche Haltung des Bürgermeisters. Erst vor wenigen Monaten hat Hans-Joachim Grote als Aufsichtsratsvorsitzender der wilhelm.tel GmbH die Ausweitung des Glasfaserkabels über die Stadtgrenzen hinaus in benachbarte Gewerbegebiete (Poppenbüttel und Henstedt-Ulzburg) gepriesen. Ungeachtet dieser Wettbewerbsverbesserung für Norderstedts Konkurrenz auf dem Markt für Gewerbeflächen, behauptet er unverdrossen, das Glasfaserkabel sei für Gewerbegebiete Norderstedts ein Standortvorteil. Ja, was denn nun, Herr Bürgermeister?
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