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Vorverkaufsstellen für Tickets der Tribühne aus dem Netz geworfen!
Für rund 25.000 Euro hat die Tribühne ein neues Vorverkaufssystem installiert. Mit der Begründung einer größeren Attraktivität hat die CDU-Mehrheit im Ausschuss für Kultur und Städtepartnerschaften den Vorverkauf für alle Veranstaltungen der Tribühne übertragen.
Innerhalb von zwei Tagen wurden die vier umsatzstärksten Vorverkaufsstellen, die sich bisher per Modem direkt in das System einwählen konnten, aus dem Netz geworfen. Sie sollten sich, wie in der Steinzeit des Kartenvorverkaufs, so die Stadtvertreterin Maren Plaschnick (GALiN), telefonisch an die Tribühne wenden und so Tickets reservieren. Dabei spielen sich, so Tobias Mährlein von der Buchhandlung am Ochsenzoll, Loriot würdige Sketche ab.
Nach zahlreichen Protesten wurde den Vorverkaufsstellen gegen eine Kostenbeteiligung von 250 bis 300 Euro monatlich angeboten, auch an das neue System angeschlossen zu werden. Dies wurde mit Verweis darauf, dass der Vorverkauf in erster Linie Service für Bürgerinnen und Bürger sei und kein Umsatzbringer, einhellig abgelehnt.
So ganz ernst gemeint ist das Angebot des Geschäftsführers der Tribühne wohl doch nicht. Schließlich muss Rüdiger Flemer ja Umsatzsteigerungen in der Vorverkaufsstelle der Tribühne direkt vorweisen können, um das umstrittene neue System rechtfertigen zu können.
Entgegen den Zusicherungen im Ausschuss für Kultur und Städtepartnerschaften zeigt sich das neue Vorverkaufssystem ausgesprochen kundenfeindlich in einer so großflächig auseinander gezogenen Stadt wie Norderstedt. Wir erwarten von der Tribühne, dass die Servicemängel wegen fehlender Vorverkaufsstellen in Norderstedt und Henstedt-Ulzburg umgehend behoben werden. Nur unter dieser Voraussetzung sind die Investitionen überhaupt zu begründen!, fordert Maren Plaschnick.
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