Pressemitteilung vom 05.05.04
GALiN fordert: Lärmminderung bei der Stadtplanung berücksichtigen
Wie man in den letzten Tagen in der Presse nachlesen konnte, soll es in Norderstedt ruhiger werden. Dies wäre erklärtes Ziel der Stadtplanung. Schön wärs können wir aus Sicht der Grünen Alternativen Liste in Norderstedt nur hinzufügen. Denn in der letzten Zeit wurde mehrere Bebauungspläne verabschiedet, bei denen ruhestörender Lärm für die BürgerInnen und Bürger schon heute vorprogrammiert ist.
So dürfen sich die Neubürger im Bereich Möhlenbarg/Meyertwiete auf erhebliche Lärmstörungen durch den Flug- und Straßenverkehr einstellen. Und die geplanten Geschosswohnungsbauten an der Buchentwiete werden so nah an die U-Bahn-Linie gebaut, dass die dort lebenden Menschen ihren Lebensrhythmus am besten dem U-Bahn-Fahrplan anpassen.
Es ist unbegreiflich, wie CDU, SPD und FPD derartigen Planungen ihre Zustimmungen geben konnten, so die Fraktionsvorsitzende der GALiN, Anette Reinders. Erst baut man Wohnungen in besonders lärmbelasteten Bereichen und anschließend dürfen die lärmgeplagten Bürgerinnen und Bürger in Agenda 21-Gruppen Vorschläge zur Lärmminderung machen. Was anschließend mit diesen Vorschlägen passiert, hat man bereits bei anderen Agendagruppen feststellen können: Sie verschwinden in den Archiven der Stadtverwaltung und finden weiter keine Berücksichtigung in der Politik.
Die GALiN fordert, dass Lärmminderung nicht nur ein Lippenbekenntnis in Wahlkampfzeiten sein darf, sondern ein erklärtes Ziel der Stadtplanung werden muss.
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