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Pressemitteilung vom 05.05.04
Generationsübergreifendes Wohnen nur für Reiche?
Bereits Mitte der 90er Jahre wurde von der Stadtvertretung beschlossen, dass am Buchenweg im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus ein Wohnungsprojekt entstehen soll, dass das Zusammenleben unterschiedlicher Generationen sowie von Alleinstehenden und Familien ermöglicht. Zur Begleitung der weiteren Planung gab es eine Arbeitsgruppe, in der Vertreter/innen der Fraktionen, der Verwaltung und einiger sozialer Organisationen mitgearbeitet haben. Ähnlich wie in Kiel Mettenhof sollten Wohnungen geschaffen werden, die den unterschiedlichen Bedürfnissen in verschiedenen Lebenslagen entsprechen. Gleichzeitig waren Gemeinschaftsanlagen vorgesehen, in denen z.B. Kinderbetreuung, Familienfeste oder Mieterzusammenkünfte stattfinden können.
Während sich der Bürgermeister vor kurzem noch dafür stark machte, dass der Familienzusammenhalt gefördert werden sollte, indem Kinder auf dem Grundstück ihrer Eltern bauen können, droht nun dem Generationsübergreifenden Wohnen am Buchenweg das endgültige Aus, da die CDU die erforderlichen Mittel im Rahmen des sozialen Wohnungsbau gestrichen hat. Zwar können die Wohnungen wie vorgesehen gebaut werden, durch den Wegfall der öffentlichen Zuschüsse aber wird es keine Gemeinschaftsräume geben. Darüber hinaus wird der Wegfall der Fördermittel auch Auswirkungen auf die späteren Mieten haben und das in einer Zeit, wo in Norderstedt immer mehr Wohnungen aus der Mietpreisbindung des sozialen Wohnungsbaus fallen.
Die GALiN erwartet, dass die Mittel erneut bereit gestellt werden. Es kann nicht angehen, dass sich die Stadt völlig aus der Verantwortung herauszieht, meint Fraktionsvorsitzende Anette Reinders. Während z.B. für das LDC und den Autobahnanschluss genügend Geld vorhanden zu sein scheint, dürfen die nicht so betuchten Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt die Folgen tragen. Weiter erinnert die GALiN daran, dass es für das Generationsübergreifende Wohnen einen Beschluss der Stadtvertretung gibt. Bürgermeister und Verwaltung werden aufgefordert, umgehend die Umsetzung dieses Beschlusses zu realisieren.
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