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Letzte Änderung
17.03.2011

Aufruf zur Anti-Atomkraft-Mahnwache

Raus aus der Atomkraft: Wann, wenn nicht jetzt?

Mit Bestürzung müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die hohen Risiken der Kernenergie, vor denen AtomkraftgegnerInnen schon seit Jahrzehnten warnen, wieder einmal zur traurigen Gewissheit geworden sind. Hilflos müssen wir mit ansehen, wie sich die Lage in den japanischen Atomkraftwerken von Stunde zu Stunde verschlimmert. Ein Ende der Schreckensszenarien ist noch nicht abzusehen, die Auswirkungen --- auch die langfristigen --- sind nicht abzuschätzen.

Die Anteilnahme am Leid der japanischen Bevölkerung darf uns aber nicht handlungsunfähig machen. Die zivile Nutzung der Kernenergie war nie „sicher‘‘ und kann es auch niemals werden. Dagegen helfen auch nicht die immer wieder von der Atomindustrie und deren politischen Handlangern vorgebrachten Beteuerungen, die deutschen Kernkraftwerke seien ob ihrer „hohen technischen Qualität‘‘ jederzeit beherrschbar und ein Erdbeben, wie wir es jetzt in Japan erleben, sei hier nicht zu erwarten. Denn die jetzigen Ereignisse in Fukushima sind nicht direkt von dem Erdbeben oder dem Tsunami ausgelöst, sondern von Stromausfällen!

Das kann --- aus welchen Gründen auch immer --- jederzeit auch hier passieren. Die vorsichtigen Eingeständnisse massiver Fehleinschätzungen, die in den letzten Tagen auch aus Regierungskreisen zu hören waren, und das daraus resultierende Moratorium für die Laufzeitverlängerung dürfen über eines nicht hinweg täuschen: Wenn wir jetzt den Druck zum sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie auf die Politik nicht erhöhen, wird man nach wenigen Zugeständnissen wieder zur atomfreundlichen Tagesordnung übergehen. Wir unterstützen daher den Aufruf der Anti-AKW-Bewegung, Mahnwachen in unseren Städten abzuhalten. Am vergangenen Montag fanden diese bereits in mehr als 450 Orten bundesweit statt! Über 110.000 Menschen beteiligen sich daran. Die Botschaft war eindeutig: Wir dulden keine Moratorien, jetzt müssen sofort Konsequenzen gezogen werden und AKWs vom Netz gehen!

Wir fordern die Landesregierung Schleswig-Holsteins auf, die AKWs Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf endgültig abzuschalten. Außerdem muss sich die Landesregierung in Berlin über den Bundesrat für eine Rücknahme der verlängerten Laufzeiten und die Aufkündigung des Energiepaktes mit den Energiekonzernen einsetzen.

Wir rufen alle NorderstedterInnen auf, wegen der zugespitzten Situation ein klares Bekenntnis zur Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland abzugeben und sich an der am kommenden Montag (21. März) stattfinden Mahnwachen auch hier in Norderstedt zu beteiligen!

Montag, 21.03.2011 18:00-19:00

Montag, 28.03.2011 18:00-19:00 geplant

Montag, 04.04.2011 18:00-19:00 geplant

Montag, 11.04.2011 18:00-19:00 geplant

Montag, 18.04.2011 18:00-19:00 geplant

Rathausplatz Norderstedt

Veranstalter/Unterstützer: Miro Berbig (DIE LINKE), Olaf Harning (GALiN), Katrin Fedrowitz (SPD), Herwig Niehusen (BUND), Stefan Schad (DGB), Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Kreisverband Segeberg.

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